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Entstehung

Als die Elektrifizierungsarbeiten der DB Anfang der sechziger Jahre das Saarland erreichen und man dort mit dem französischen Stromsystem 25 KV , 50 Hz zusammentrifft , werden die ersten Überlegungen zur Entwicklung einer Mehrsystemlokomotive angestellt.

Die DB vergibt 1964 den Auftrag zum Bau von neun Mehrsystemlokomotiven , in dem auch der Bau von fünf Viersystemlokomotiven für den Einsatz nach Belgien und Holland enthalten ist ( siehe BR 184 ) . Für den deutsch - französischen Zugverkehr entwickelt man die E 310 , ab 1968 als BR 181.0 und 181.1 bezeichnet.

Als sich Anfang der siebziger Jahre weitere Elektrifizierungen im Grenzgebiet ankündigen , wird auch der Mehrbedarf an Zweisystemloks für den Verkehr mit Frankreich klar und man bestellt seitens der DB 25 Maschinen einer überarbeiteten Version als BR 181.2 .

Technik :

Vorserienloks 181.0 und 181.1

Auch bei den Mehrsystemlokomotiven nutzt man die abnehmbaren Hauben wie sie schon bei der BR 103 zum Einsatz kamen . Damit wird der Zugang zu den Bauteilen im Maschinenraum wesentlich vereinfacht.

Die Bauart der E 310 lassen sich im Grundsatz mit einer normalen Wechselstrom - Lokomotive vergleichen. Allerdings kann das Stufenschaltwerk entfallen , weil mit Thyristor - Gleichrichtern und den entsprechenden Schaltungen ein stufenloses Schalten erreicht wird ; der Trafo der Loks kann mit 16 KV 2/3 Hz , 50 Hz oder 112 Hz betrieben werden.

Als Fahrmotoren wählt man sechspolige Mischstrom - Reihenschlußmotoren mit 800 KW Stundenleistung . Alle Loks erhalten eine Gleichstrom - Widerstandsbremse , die 181.1 ausserdem noch eine elektrische Nutzbremse.

Serienloks BR 181.2

Die elektrische Ausrüstung gleicht weitestgehend den Vorserienloks BR 181.0 , beim Lokkasten werden die Ergebnisse des Einsatzes der BR 103 berücksichtigt. Daher wird bei den BR 181.2 , wie auch bei der BR 151 , die Maschinenraumbelüftung angepasst , um den Staubfall zu verringern ; statt durchgehend Lüftergitter einzusetzen , werden auf einer Seite drei Fenster eingebaut , die gleichzeitig auch ein wenig Tageslicht in den Maschinenraum bringen .

Beim Antrieb greift man auf den Siemens - Gummiring - Kardanantrieb zurück , der dem der BR 103 ähnelt.

Die Loks erhalten , wie auch die Vorserienmaschinen , zwei Einholmstromabnehmer mit unterschiedlichen Schleifstücken ; einen für die deutsche , im Zickzack gespannte Oberleitung und einen schmäleren für die gerade , französische Oberleitung

.Einsatz:

Von Januar bis Juli 1967 werden die E 310 001 bis E310 004 abgeliefert . Schon wenige Monate später , werden sie im Zuge der Computernamen in BR 181 001 , 002 und BR 181 003 , 104 umnumeriert. Damit unterscheidet man die von der elektrischen Ausrüstung unterschiedlichen Loks. Schon am 1.2.1968 kann mit den vier , dem BW Saarbrücken zugeteilten 181 ern der Verkehr mit Frankreich aufgenommen werden. Die 181 103 und 181 104 werden auf Grund ihrer elektrischen Nutzbremse in den siebziger Jahren wiederholt vom BZA München als Bremslokomotive bei Versuchsfahrten eingesetzt.

Nach der Ablieferung der Serienloks der BR 181.2 übernehmen diese den Grossteil der Planleistungen . Die BR 181.0 und BR181.1 können aufgrund einer hohen Wärmeentwicklung nur vor nicht allzu langen Zügen eingesetzt werden , da sie sich sonst “ Heißfahren “ .

Die Vorserienloks scheiden bis auf die 181 001 wegen grösserer elektrischer Schäden in den Jahren 1984 bis 1993 aus , die BR 181 001 läuft nur noch im leichten Güterzug - und Personenzugdienst im Grenzgebiet. Den Serienloks 181 2001 bis 181 225 obliegt als Hauptaufgabengebiet die Beförderung der schweren Eurocity - Züge von und nach Frankreich. Bis heute wurde keine Serienlok durch grössere Schäden oder Unfälle zerstört , alle 25 Maschinen sind noch im Einsatz . Vier Lokomotiven erhalten im Laufe der Jahre und im Zeichen Europas Namensschilder : BR 181 211 tauft man auf den Namen “ Lorraine “ ,BR 181 213 auf “ Luxembourg “ ,BR 181 213 wird als “ Saar “ bezeichnet und die BR 181 214 mit “ Mosel “ .Alle diese Loks tragen auf jeder Längsseite ein Schild mit den Europasternen und den Namen .

Auch bei der BR 181.2 greift ( leider ) nach und nach das neue , rotweiße Farbschema um sich , vereinzelt laufen noch blaue und ozean-beige Maschinen durch die Lande.

Gebaute Stückzahl: 2 Tfz BR 181.0

2 Tfz BR 181.1

25 Tfz BR 181.2